{"id":495,"date":"2017-11-14T18:12:25","date_gmt":"2017-11-14T17:12:25","guid":{"rendered":"https:\/\/solarev.org\/be-aware\/?page_id=495"},"modified":"2018-07-26T13:47:59","modified_gmt":"2018-07-26T11:47:59","slug":"be-aware-bei-euch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/solarev.org\/be-aware\/en\/be-aware-bei-euch\/","title":{"rendered":"be aware! bei Euch"},"content":{"rendered":"<p>Mit <em>be aware!<\/em> bieten wir noch bis Oktober 2018 f\u00fcr Gruppen, Organisationen und Netzwerke auch die M\u00f6glichkeit eines unserer Seminare bei euch durchzuf\u00fchren. Wenn Ihr mit Gefl\u00fcchteten und\/oder Migrant_innen arbeitet\/aktiv seid, bzw. Euch f\u00fcr den Umgang und die Arbeit mit diesen sensibilisieren und fortbilden m\u00f6chtet und dazu gern eines unserer unten aufgef\u00fchrten Seminarthemen bei euch vor Ort anbieten wollt, dann meldet Euch einfach per Email bei uns!<\/p>\n<p>Was wir von euch erwarten:<\/p>\n<ul>\n<li>Organisierung eines geeigneten Seminarraums und der Verpflegung w\u00e4hrend des Seminars.<\/li>\n<li>Absprache des genauen Rahmens f\u00fcr das Programm des Seminars<\/li>\n<li>Teilnehmer_innenorganisation<\/li>\n<li>Ein Eigenanteil f\u00fcr unsere Leistung in H\u00f6he von 300 &#8211; 500\u20ac*<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>(* An Anlehnung an die \u00fcblichen Teilnahmebeitr\u00e4ge bei be-aware! Seminaren.)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Folgende thematische Schwerpunkte k\u00f6nnen wir im Rahmen von<em> be aware!<\/em> anbieten:<\/p>\n<p><strong>Seminar 1: <span class=\"ai1ec-event-title\">Vorurteile, Macht, Diskriminierung \u2013 Anti-Bias Arbeit in der Praxis<\/span><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Der Anti-Bias-Ansatz ist ein ma\u00dfgeblich in S\u00fcdafrika (nach der Apartheid) weiterentwickelter p\u00e4dagogischer Ansatz zur Auseinandersetzung mit eigenen rassistischen Vorurteilen &amp; Stereotypen. Der Anti-Bias-Ansatz zeichnet sich durch seine starke praxis- &amp; handlungsorientierte Ausrichtung aus, Ausgangs- &amp; Ansatzpunkt f\u00fcr Ver\u00e4nderungen hin zu einer diskriminierungsfreieren Gesellschaft ist dabei immer die eigene Person. Mit intersektionalen Ans\u00e4tzen in der politischen und entwicklungspolitischen Bildungsarbeit sind p\u00e4dagogische Methoden gemeint, die die Verschr\u00e4nkung und Interdependenz verschiedener Positionen sozialer Ungleichheit (wie Ethnizit\u00e4t, Klasse, Geschlecht, Nationalit\u00e4t etc.) in den Blick nehmen und gleichzeitig verschiedene Perspektiven (Nord- &amp; S\u00fcdperspektiven) in die Bildungsarbeit integrieren. Mit Hilfe dieser Ans\u00e4tze l\u00e4sst sich die Komplexit\u00e4t von Flucht- &amp; Migrationsursachen besser verstehen, da verschiedene Faktoren (Pull- &amp; Push-Faktoren)&amp; ihre Wechselwirkungen, die zum Verlassen des Herkunftslandes f\u00fchren, ber\u00fccksichtigt werden. Damit helfen intersektionale Ans\u00e4tze auch dabei, stereotype Erkl\u00e4rungsmuster f\u00fcr Flucht und Migration, die von Rechtspopulisten und Rassisten zur Stimmungsmache benutzt werden, zu erkennen, zu entlarven und zu widerlegen.<\/p>\n<p><strong>Seminarthema 2: <span class=\"ai1ec-event-title\">Forum-Theater \u2013 Intervention gegen Alltagsrassismus<\/span><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Forum-Theater ist die zentrale Methode im Konzept des Theaters der Unterdr\u00fcckten, entwickelt von Augusto Boal in Brasilien. Sie ist eine partizipative Form des Theaters, in dem die strikte Trennung zwischen Zuschauenden und Schauspielenden verschwimmt: Die Schauspielenden stellen eine krisenhafte Situation auf der B\u00fchne szenisch dar, die Zuschauenden sollen durch Improvisation in die Krisensituation intervenieren und alternative L\u00f6sungen f\u00fcr die Krise im Theaterspiel entwickeln. Mit Hilfe des Forum-Theaters k\u00f6nnen die Beteiligten das Intervenieren in Krisensituationen in einem gesch\u00fctzten Rahmen ein\u00fcben. Damit erweitern sie ihr Handlungs-Repertoire, um zuk\u00fcnftig schneller und effektiver gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu intervenieren und sich f\u00fcr demokratische Werte und Pluralismus einzusetzen.<\/p>\n<p><strong>Seminarthema 3: Postkoloniale Perspektiven auf unsere \u201eS\u00fcdbilder\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Diese Ans\u00e4tze sollen eine kritische Auseinandersetzung mit kolonialen Wahrnehmungsmustern f\u00f6rdern, indem unsere eigenen (teilweise vereinfachten) Bilder, Vorstellungen und Assoziationen von \u201edem globalen S\u00fcden\u201c aufgedeckt, hinterfragt und differenziert bzw. dekonstruiert werden. So wird beispielsweise \u201eAfrika\u201c bis heute als ein homogener Kontinent (manchmal sogar als \u201eein Land\u201c) beschrieben, die der Heterogenit\u00e4t z.B. der Klimazonen, Sprachen, Ethnien, Religionen nicht gerecht wird. Dar\u00fcber hinaus wird auch die lange Geschichte dieser stereotypen \u201eS\u00fcdbilder\u201c beleuchtet, um zu verdeutlichen, wie tief verankert diese in unserem Denken und Handeln sind. B) Hintergrundwissen \u2013 Leben in der globalisierten Welt<\/p>\n<p><strong>Seminarthema 4: Auf den Spuren des deutschen Kolonialismus<\/strong><\/p>\n<p>In den letzten Jahren zeigt der soziale und politische Kampf von Nachkommen der Ursprungsbev\u00f6lkerung der ehemaligen deutschen Kolonialgebiete erste Wirkungen: Ihre Perspektiven und Forderungen werden sichtbarer und sind in den gesellschaftlichen Diskursen vernehmbarer, erste Teilerfolge durch eine partielle Verantwortungs\u00fcbernahme f\u00fcr die Verbrechen der Kolonialzeit durch die ehemalige Kolonialmacht wurden erzielt. Trotzdem gilt die Kolonialzeit vielen Deutschen bis heute als eher unwichtige Epoche. Als Teil der kritischen Auseinandersetzung mit dem deutschen Kolonialismus wird in den Blick genommen, welche Auswirkungen die (post-)kolonialen Ordnungen (gesellschaftlich, politisch, sozial, kulturell, \u00f6konomisch) bis heute auf das Leben der Menschen in den ehemaligen Kolonien haben und wie diese mit heutigen Migrations- und Fluchtbewegungen zusammenh\u00e4ngen. Dazu werden auch Aktivist_innen mit Flucht- und oder Migrationserfahrungen aus diesen L\u00e4ndern eingeladen, um S\u00fcdperspektiven auf deutsche Kolonialgeschichte sichtbar zu machen und um zu lernen, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den jeweiligen Erinnerungskulturen aus Sicht der Kolonialmacht und der Kolonialisierten in Bezug auf den deutschen Kolonialismus liegen.<\/p>\n<p><strong>Seminarthema 5: Was hat unser Lebensstil mit Flucht und Migration zu tun?<\/strong><\/p>\n<p>In der \u00f6ffentlichen Diskussion um Fl\u00fcchtlinge wird selten thematisiert, dass die reichen Industrienationen \u2013 seit dem Kolonialismus \u2013 die Grundlagen f\u00fcr Flucht und Migration auch selbst schaffen (Konsumverhalten, R\u00fcstungsexporte, diskriminierende Organisation des Welthandels etc.). Eine Analyse der- und eine Auseinandersetzung mit den historischen und aktuellen Verantwortlichkeiten ist ein notwendiger erster Schritt, um konkrete Handlungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine gerechtere Welt zu entwickeln und sie im konkreten Lebensalltag umzusetzen. Gleichzeitig kann die Besch\u00e4ftigung mit diesem Thema helfen, die Argumente, dass die Gefl\u00fcchteten und MigrantInnen ungerechtfertigterweise Hilfe in Anspruch nehmen, zu widerlegen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit be aware! bieten wir noch bis Oktober 2018 f\u00fcr Gruppen, Organisationen und Netzwerke auch die M\u00f6glichkeit eines unserer Seminare bei euch durchzuf\u00fchren. Wenn Ihr mit Gefl\u00fcchteten und\/oder Migrant_innen arbeitet\/aktiv seid, bzw. 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Absprache des genauen Rahmens f\u00fcr das Programm des Seminars Teilnehmer_innenorganisation Ein Eigenanteil f\u00fcr unsere Leistung in H\u00f6he von 300 &#8211; 500\u20ac* (* An<a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/solarev.org\/be-aware\/en\/be-aware-bei-euch\/\">&gt;&gt;&gt; WEITERLESEN<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["entry","page","publish","author-solarev","post-495"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/solarev.org\/be-aware\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/495","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/solarev.org\/be-aware\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/solarev.org\/be-aware\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/solarev.org\/be-aware\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/solarev.org\/be-aware\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=495"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/solarev.org\/be-aware\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/495\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":651,"href":"https:\/\/solarev.org\/be-aware\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/495\/revisions\/651"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/solarev.org\/be-aware\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=495"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}