Allgemeine Informationen
Unsere Seminare haben wir mit Gruppengrößen von 15 bis 23 Personen durchgeführt. Die Zielgruppe waren primär Erwachsene, die selbst in der (entwicklungs-)politischen Bildungs- & Informationsarbeit tätig sind. In unseren Seminargruppen waren aber auch Pädagog:innen aus anderen Berufsfeldern, Sozialarbeiter:.innen, Aktive aus migrantischen Selbstorganisationen, Student:innen mit & ohne entwicklungspolitischem Bezug, Rückkehrer:innen von Nord-Süd-Austauschen und Freiwillige, die gerade über Süd-Nord-Austauschprogrammen in Berlin sind. Auch in diesen divers zusammengesetzten Gruppen haben die Seminarkonzepte gut funktioniert. Die Seminarkonzepte sind so angelegt, dass die Teilnehmenden kein Vorwissen brauchen, um die Seminare besuchen zu können. Gerne könnt ihr uns kontaktieren, wenn ihr an den Seminarthemen interessiert seid und ihr uns für eine Seminardurchführung engagieren wollt. Unseren Kontakt findet ihr unten auf der Website.
Unsere Seminare
Gestern & Heute: Der Sudan im Fokus verschiedenster Machtinteressen? (09. & 16.12.23)
Mit unserem ersten Hospitanten entwickelten wir zwei Halbtagesseminare, wo von das erste Seminar als Onlineseminar konzipiert wurde. Thematisch bezogen sich die beiden Seminare auf die Situation im Sudan, wo nach dem Militärputsch rivalisierende Militärs einen Bürgerkrieg anfingen, der bis heute andauert. Mittlerweile ist die aktuelle Situation im Sudan in der medialen Berichterstattung in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, Ende 2022 haben wir aber die Aufmerksamkeit, die es für die Situation im Sudan gab, genutzt, um die Hintergründe der Ereignisse zu beleuchten, Erklärungsansätze zu liefern, historische Ursachen zu erarbeiten und die Entwicklungen im Sudan im globalen Koordinatensystem der Nord-Süd Beziehungen zu verorten.
Ablaufplan der Sudan: Gestern & Heute
Resist – rebel! Globaler Widerstand gegen imperiale Lebensweisen (25.05.24)
Für die zweite Hospitation entschieden wir uns für das Thema “Resist – rebel! Globaler Widerstand gegen imperiale Lebensweisen“. Das viel diskutierte Konzept der imperialen Lebensweise der Politikwisschenschaftler Ulrich Brand und Markus Wissen stellte den Rahmen für die Analyse des Ist-Zustandes, um dann anhand konkreter Beispiele in Costa Rica, Sri Lanka und Deutschland in den Blick zu nehmen, was die Kritik an unseren Lebensweisen im globalen Norden ist, welche Forderungen diese haben und auf welche Protestformen sie zurückgreifen. Wie schon bei den ersten beiden Workshops ging es auch um die Frage, wie wir im globalen Norden solidarisch handeln können.
Who cares? Die unsichtbaren Kosten unseres Drogenkonsums im globalen Süden (29.06. & 27.07.24)
Mit der dritten Hospitantin erarbeiteten wir ein Workshopkonzept zum Thema “Who cares? Die unsichtbaren Kosten unseres Drogenkonsums im globalen Süden“. Die Nord-Süd-Beziehungen in entwicklungspolitischer Bildungs- und Informationsarbeit werden häufig anhand klassischer Produkte wie Kaffee, Tee oder auch Schokolade verdeutlicht. In unserem Workshop haben wir Drogen wie Kokain und Heroin in den Blick genommen, die Anbau- und Produktionsbedingungen analysiert, globale Lieferketten untersucht, die Folgen für Menschen, Natur und Gesellschaft berücksichtigt und das Spannungsfeld zwischen legalem Kokaanbau, der kulturell-religiösen Bedeutung der Pflanze in Süd- und Mittelamerika und dem Anbau zur Herstellung von Drogen für den europäischen und US-amerikanischen Markt diskutiert.
Flipping perceptions of Brazil & Costa Rica (24.07.24)
In der abschließenden Hospitation haben wir uns unter dem Titel “Flipping perceptions of Brazil and Costa Rica“ mit unseren Bildern, Wahrnehmungen und Zuschreibungen von Brasilien und Costa Rica beschäftigt. Die Analyse diente dabei der Frage, wie unsere einseitigen Bilder unser Denken und Handeln beeinflussen, woher diese Zuschreibungen kommen und wie sich diese aufbrechen lassen. Im Kontext von entwicklungspolitischer Zusammenarbeit und Projekten haben wir uns beispielhaft Kampagnen- und Spendenwerbung von NGOS angeschaut, uns aber auch mit den Erfahrungen von Freiwilligen in Nord-Süd und Süd-Nord-Austauschprogrammen auseinandergesetzt. Als Analysetool diente dabei der bekannte TED-Talk von Chimamanda Ngozi Adichie “The danger of a single story.“

