Selbstverständnis

Als gemeinnütziger Verein Solar e.V. („soziales leben und arbeiten“) sind wir seit über 10 Jahren im Bereich der politischen Bildungsarbeit, Kultur und nachbarschaftlichen Selbsthilfe aktiv. Der Verein entstand im Gründungsprozess des Kultur- und Bildungszentrums Raoul Wallenberg in Berlin Weißensee, um Initiativen und Einzelpersonen eine Basis für politisches und kulturelles Engagement zu bieten. Die Bildungsarbeit gegen Ausgrenzung und Diskriminierung und für selbstbestimmte, partizipative und hierarchiekritische Perspektiven ist uns dabei schon immer ein besonderes Anliegen.

Weshalb machen wir Bildungsarbeit?

Soziale und ökologische Probleme spitzen sich aktuell immer weiter zu.

Der momentane Rechtsruck in Deutschland (bzw. in ganz Europa) ist besorgniserregend. Rassismus wird hierzulande zunehmend wieder „salonfähig“. Gleichzeitig versuchen viele strukturell benachteiligte oder vom Krieg betroffene Menschen verzweifelt nach Europa zu flüchten und Tausende sterben dabei im Mittelmeer. Ein unerträglicher Zustand.

Zudem wird immer deutlicher, welch katastrophale ökologische und soziale Auswirkungen mit dem Klimawandel auf unsere Welt zukommen. (Was sich in einigen Ländern des globalen Südens wie auch der reichen Länder des globalen Nordens bereits jetzt zeigt).

Angesichts der Vielzahl an Problemen haben wir den Eindruck, dass immer mehr Menschen resignieren und sich ohnmächtig fühlen. Dem möchten wir entgegen wirken. Wir wollen nicht nur bei Analysen stehen bleiben, sondern gemeinsam Handlungsstrategien entwickeln, um auf verschiedenen Ebenen aktiv werden zu können.

Unsere Themenfelder

Wir bieten ein breites Spektrum an Workshops, Seminaren und Begegnungen. Dabei widmen wir uns ökologischen Fragen, Demokratie und Partizipation, globalem Lernen und (Post-)Kolonialismus sowie Antirassismus, Gender und Antidiskriminierungsthemen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Das Ziel unserer politischen Bildungsarbeit ist das gemeinsame Lernen in und angenehmer Atmosphäre. Dafür nutzen wir interaktive Methoden wie Diskussions- und Positionierungs Übungen, Spiele, interaktive Inputs, Lesungen, Gruppenarbeit, Theater, Malerei, Filme und Exkursionen.

Arbeitsweisen und Ziele

Unser Bildungs-Team von Politikwissenschaftlern_innen und Pädagog_innen arbeitet in einer kollektiven nicht-hierarchischen Form. Dies prägt auch unsere Bildungsarbeit. Wir arbeiten insbesondere mit Methoden der nicht-formalen Bildungsarbeit. Kompetenzen und Erfahrungen der Lernenden fließen dabei ebenso in den Lernprozess ein, wie Erfahrungen, die durch die Anwendung kreativer und spielerischer Bildungsmethoden gewonnen werden.

Diversity, Inclusion und Vielfalt in einer transkulturellen Gesellschaft sind für uns Orientierungs- und Zielpunkte der pädagogischen Arbeit. Der direkte Kontakt, die Begegnung und das Lernen durch kritische Selbstreflexion und eine Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung bilden dabei die Grundlagen zur Wissensvermittlung in unserer Bildungsarbeit.

Methodische Zugänge

Postkoloniale und intersektionale Ansätze bieten für unsere Bildungsarbeit einen zentralen Rahmen. Entsprechend arbeiten wir mehrdimensional zu Unterdrückungsverhältnissen, Privilegien und gesellschaftliche Positionierungen. Gender-Aspekte werden so beispielsweise ebenso sichtbar, wie sozialer Status und Hautfarbe. Den Bogen zu den globalen Verhälnissen in post-kolonialen Gesellschaften zu schlagen und somit auch globale Privilegien-, Macht- und Unterdrückungsstrukturen einzubeziehen rundet einen vielfältigen und komplexen Lernprozess ab und ermöglicht das Aufzeigen von Handlungsperspektiven auf verschiedenen Ebenen.